Schloss Goseck

DSC01346Was kann man bei dieser Hitze besseres machen, als eine leckere Eisschokolade zu genießen? – Genau, nicht viel. Aus diesem Grund setzten wir uns letzten Mittwoch ins Auto und fuhren zum Schloss Goseck, das nebenbei erwähnt auch an der Romanischen Straße liegt, um dort eine Eisschokolade zu schlürfen. (Das darf man ruhig wörtlich nehmen, denn Contenance heißt lauter schlürfen, wie wir immer zu sagen pflegen.) Leider konnten wir nicht lange im Innenhof sitzen, weil ein solcher Wind aufkam, dass die Sonnenschirme nur so durch den Burghof flogen.

Also zogen wir uns in die gemütliche Schlossschenke zurück. DSC01347 Dort nahmen wir auf einem sehr ausgewöhnlichen Sitz Platz. Seht mal, ich kann locker eine Löwenpfote stemmen. Nachdem wir unser Getränk ausgeschlürft hatten, hatte sich der Wind zum Glück wieder gelegt und wir hopsten zum Ginkgobaum, der schon seit 1840 im Burginnenhof steht. In seinen Ästen konnten wir super herumklettern. Bevor wir den Burghof verlassen noch ein paar Informationen zum Schloss für die Geschichtsinteressierten:

Erstmals erwähnt wurde Goseck im 9. Jahrhundert. Um das Jahr 1000 siedelte sich hier eine adlige Familie an, die vom König den Titel eines Pfalzgrafen von Sachsen verliehen bekam. Die Burg Goseck war kurzzeitig die Stammburg dieser Grafenfamilie. Die Söhne des ersten Pfalzgrafen Friedrich I gründeten nach dem Tod ihres Vaters im Jahre 1041 im östlichen Teil der Burg ein Benediktinerkloster. DSC01348Um 1540 wurde das Kloster säkularisiert. Danach war es an mehrere Adlige verlehnt. Nach 1945 war das Schloss Schule und Jugendherberge. Seit 1998 hat das »Europäische Musik- und Kulturzentrum Schloss Goseck« hier seinen Sitz.
Insbesondere durch Bernhard von Pöllnitz (1609/20) und seinen Sohn Hans Christoph von Pöllnitz (um 1637/38) erhielt die frühere Klosteranlage ihren bis heute prägenden Renaissancecharakter. Der östliche Schlossflügel wurde schließlich 1846 abgetragen. Von der bedeutenden, großen und im Jahre 1053 geweihten Klosterkirche sind nur noch der Chor, die Vierung und die beiden Querhausarme als Schlosskirche erhalten.

DSC01349Nun aber ab auf den Waldweg, der zum Sonnenobservatorium führt. Wir sind allerdings nicht bis dorthin gewatschelt. Das wäre uns an diesem Tag einfach zu viel gewesen. Allerdings sind wir entlang dieses Weges an einer Bärenhöhle vorbeikommen. Wir haben unseren ganzen Mut zusammen genommen und sind in den Eingang gekrochen. Das war ganz schön gruselig, vor allem weil eine Fledermaus vor uns flüchtete. Unser kleines Herz hat ganz schön gepocht, nicht dass doch noch ein Bär in der Höhle haust und auf einmal um die Ecke gebogen kommt. Da es so dunkel war, haben wir uns auch nicht sehr weit vorgewagt, wir wollten uns schließlich nicht verlaufen. Aber ein kleines Abenteuer war das auf jeden Fall.

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